Mundwerk

Früher hat man in Bibliotheken gestöbert, in Lexika nachgeschlagen, den Duden von vorne nach hinten gewälzt. Heute googelt man. Wozu sich noch was merken, wenn ein Klick zu Wikipedia doch alles Wissen verrät? Die Definition eines gesuchten Begriffs zum Beispiel – sagen wir in unserem Fall „die Anekdote“: Kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „nicht herausgegeben“. Da steht: „Eine Anekdote hat eine bemerkenswerte oder charakteristische Begebenheit, meist im Leben einer Person, zur Grundlage. Die drei wichtigsten Merkmale sind: die Pointe, dass sie nur auf das Wesentliche reduziert ist und die scharfe Charakterisierung einer oder auch mehrerer Personen.“ Gut, hätten wir das also geklärt, so grundsätzlich halt.   MUNDWERK Vom Kaiser zu den Formel 1-Piloten. Briefmarken und Ihre Anekdoten. logomundwerkDie Anekdoten, die in diesem Büchlein wiedergegeben sind, haben eines gemeinsam: Sie lassen sich Briefmarken zuordnen – und genau das haben wir auch getan. Es handelt sich also, um gleich vorweg Missverständnisse zu vermeiden, nicht um Anekdoten rund um das Thema Briefmarken an sich und schon gar nicht um solche rund ums Sammeln, sondern einzig und allein um Personen bzw. Personengruppen, denen die Ehre zuteil wurde, auf Briefmarken verewigt zu sein. Das mag zwar ganz üppig klingen, weil’s ja wirklich viele Briefmarken gibt und daher ein großer Personenkreis herangezogen werden kann, andererseits gehen nach ebendiesem Entscheidungskriterium aber auch überaus amüsante Anekdoten verloren, so zum Beispiel jene von Alfred Polgar. Warum? Richtig: Weil es, man glaubt es kaum, von selbigem keine Briefmarke gibt! Zu schade, werden Sie sagen (und Sie haben damit durchaus Recht) – stammen doch gerade von Polgar zahlreiche über die Maßen großartige Bonmots. Seine aufs Äußerste reduzierte Kritik eines gleichermaßen langen wie langweiligen Theaterstückes – „Als ich um elf auf die Uhr sah, war es halb zehn“ – werden Sie, nur als Beispiel erwähnt, demnach leider vergeblich in dieser Textsammlung suchen. Aber seien Sie, verehrte Leserinnen und Leser, beruhigt: Viele andere, nicht minder pointierte Aussagen und amüsante Dialoge finden Sie sehr wohl auf den kommenden Seiten. Und nachdem Sie ja jetzt schon einmal angefangen haben, in diesem Buch zu lesen, empfiehlt es sich, noch ein bisschen weiter darin zu blättern. Danach können wir ja alle wieder munter drauf los googeln. Mundwerk Briefmarken und Ihre Anekdoten Autor: Thomas Rieger, Dr. Helmut Pfalz Seiten: 48 Format: 19 x 14 cm ISBN: 978-3-85407-078-8 Bestellungen bei: VÖPh / Verband Österreichischer Philatelistenvereine Getreidemarkt 1, 1060 Wien office.voeph@voeph.at oder Tel. 0043 (1) / 587 64 69 www.voeph.at